Bauen ist Handwerk – und Handwerk hinterlässt Spuren.

Wir prüfen, ob zum richtigen Zeitpunkt das richtige Werkzeug eingesetzt wird.

Baurisikomanagement

Ein frühzeitig aufgesetztes und durchgängiges Baurisikomanagment ist ein oft unterschätzter, jedoch wesentlicher Garant für einen erfolgreichen Projektverlauf. Je eher Problemstellen und Risikofaktoren erkannt und analysiert werden, desto mehr Zeit bleibt, um geeignete Maßnahmen zur Steuerung bzw. Gegensteuerung zu ergreifen.

 

 

Folgende Themen bilden hier unsere Schwerpunkte:

  • Regelmäßiger Abgleich zwischen Termin- und Bauablaufplanung
  • Überprüfung und Kategorisierung der vorhandenen Risikofelder
  • Erarbeitung von Lösungen für Baustörungen bzw. Bauunterbrechungen
  • Aufstellen von Risikomanagementtools zur Nachverfolgung

 

 

Risikoarten

Ein Bauvorhaben ist von Beginn an zahlreichen Risiken ausgesetzt, die oft genug zu spät oder gar nicht erkannt werden.
Hierbei sind verschiedene Arten von Risiken zu unterscheiden:

  • Rechtliche Risiken
  • Terminliche Risiken
  • Finanzielle Risiken
  • Technische Risiken
  • Managementrisiken
  • Risiken des Umfelds


Eingliederung des Baurisikomanagement als spezifischer Supportprozess [1]

 

 

Analyse

Ein entscheidender Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg eines Vorhabens ist, dass diese Risiken bereits in der Kalkulation berücksichtigt werden und ein fortlaufender Prozess der Überprüfung stattfindet, da zu unterschiedlichen Zeitpunkten während eines Projektes Risiken auftreten können. Kern des operativen Projektmanagements ist der geordnete Bauablauf. Nur durch fortlaufende Überprüfung sämtlicher Prozesse auf der Baustelle werden Risiken und Baustörungen rechtzeitig erkannt.

Umso unerlässlicher ist es, dass Risiken in Ihrer Bedeutung für den Projektverlauf richtig eingeordnet und überwacht werden. Der Erfolg eines Projektes wird zu einem großen Teil dadurch bestimmt, wie frühzeitig Risiken erkannt und kontrolliert werden.

Bauherren und Auftraggeber, die Risiken zu spät oder gar nicht erkennen, gehen Gefahr, nicht nur einen finanziellen, sondern auch einen Imageschaden zu erleiden, falls beispielsweise Terminziele nicht erreicht, Kosten überschritten oder die vereinbarte Ausführungsqualität nicht erbracht werden.

Im Wesentlichen durchläuft das Risikomangement eine Abfolge von Schritten:

  • Identifizierung
  • Kategorisierung (Risikofeld)
  • Chance oder Risiko (Klassifizierung)
  • Bewertung (Wahrscheinlichkeit und Tragweite)
  • Festlegung von Maßnahmen
  • Kostenermittlung
  • Überwachung

Baurisikomanagement – Prozessdarstellung [1]

 

Kontrolle

Es gibt unterschiedliche Kontrollinstrumente oder Reporting-Tools, die dazu beitragen, innerhalb der laufenden Bauprozesse den Überblick zu wahren und falls nötig entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, um Risiken zu steuern; denn nicht alle Risiken können oder sollten vermieden werden. Zu diesen Instrumenten gehört bereits eine wöchentliche Besprechung der wesentlichen Projektbeteiligten, die zielgerichtet protokolliert wird.

Die unterschiedlichen Abschnitte eines Bauprojektes sollten dabei genauesten Betrachtungen unterzogen werden:

    1. Planung
      1. Konzept und Verortung
      2. Projektmanagement intern wie extern
      3. Terminplanung der Leistungsphasen
      4. Planungsleistungen Architektur
      5. Vergabe von Ingenieurleistungen und Fachplanungen
      6. Ausschreibung und Vergabe der Bauleistungen

 

  1. Ausführung
      1. Bauausführung (Termine, Kosten, Qualität)
      2. Änderungs- und Nachtragsmanagement
      3. Terminplanfortschreibung
      4. Abrechung von Planungs- und Bauleistungen
      5. Abnahme der Bauausführung

     

In all diesen Projektphasen stecken Risiken, die idealerweise an denjenigen verteilt werden, der das einzelne Risiko am besten beeinflussen oder bewältigen kann. Das Prinzip der Risikoverteilung ist ein wesentlicher Schritt hin zur Risikobewältigung.


Prozess- und Riskomanagementtool zur Überwachung der kritischen Vorgänge im Bauverlauf

 

 

Beispiel Terminplanung

Allein in der Terminplanung stecken Risiken, die oftmals nur wenig Beachtung finden, oder durch pauschale Annahmen übergangen werden; dazu gehören:

  • Ungenügende Berücksichtigung der Auswirkungen von Jahreszeit und Witterung
  • Falsch geschätzte / berechnete Vorgangsdauern
  • Falsche oder ungünstige Verknüpfung aufeinander folgender Vorgänge, bzw. Arbeitsabläufe
  • Fehlende Vorgänge, die gar keine Berücksichtigung finden
  • Nicht-Beachtung von wesentlichen Projektmeilensteinen

Risikomanagement ist ein ganzheitlicher Prozess, der genauso wie eine vernünftige Terminplanung einer stetigen Überprüfung unterzogen werden sollte.

 

Unsere Leistungen

Im Rahmen des Bauprojektmanagements unterstützen wir Sie dabei, in allen Projektphasen, aber vor Allem während der Ausführung, die entsprechenden Risiken zu erkennen und Strategien zu entwickeln, wie mit den einzelnen Risikofaktoren umgegangen wird. Ein fortlaufendes Risikocontrolling wird während des gesamten Bauverlaufes geführt und ständiger Überprüfung unterzogen. Im Besonderen wird die Terminplanung immer wieder überprüft und fortgeschrieben; mittels detaillierter Bauablaufpläne, die einzelne Projektabschnitte oder Bauphasen betreffend, kann so auf Störungen flexibel reagiert werden.
Hierbei legen wir besonderen Wert auf ein transparentes und verständliches Management mit kurzen Wegen zur Entscheidungsfindung.